Funktion

Im Überwachungsraum des doppelwandigen Behälters wird durch den Leckanzeiger ein Unterdruck erzeugt und aufrechterhalten.
 
Im Falle eines Gaslecks werden Luft oder Dämpfe in den Überwachungsraum gesaugt und bewirken einen Unterdruckabfall. Geringe Undichtheiten werden durch Einschalten der Pumpe ausgeglichen.

Relevante Undichtheiten können auf Grund der begrenzten Pumpenförderleistung nicht ausgeglichen werden. Der Unterdruck wird weiter abfallen. Bei Erreichen des Alarmunterdruckes wird der optische und akustische Alarm ausgelöst.
Im Falle eines Flüssigkeitslecks wird Lagergut oder Grundwasser in den Überwachungsraum gesaugt. Der Unterdruck wird reduziert und die Pumpe wird eingeschaltet, um den Betriebsunterdruck erneut zu erzeugen.

Im Laufe der Zeit wird Lagergut oder Grundwasser in die Saugleitung des Leckanzeigers gesaugt.
Die Flüssigkeitssperre schließt und trennt die Pumpe vom Überwachungsraum. Die Pumpe kann nun keinen weiteren Unterdruck erzeugen.

Der noch vorhandene Unterdruck im Überwachungsraum bzw. in der Meßleitung wird durch weiter angesaugte Flüssigkeit abgebaut.

Bei Erreichen des Alarmunterdruckes wird der optische und akustische Alarm ausgelöst.

Berechnung des Alarmdruckes

Diese Berechnung gilt für Behälter ohne Saugleitung für den Leckanzeiger bis zum Tiefpunkt des Überwachungsraumes. Der Alarm-Unterdruck muß mindestens 30 mbar höher sein, als der statische Druck des Lagergutes auf Tanksohle. 

Behälter Unterdruck Funktion

Für Behälter mit einer Saugleitung für den Leckanzeiger bis zum Tiefpunkt des Überwachungsraumes muß der Alarmunterdruck mindestens 30 mbar betragen.

 

Bei Unterdruck-Leckanzeigesystemen gelangen im Leckfall Lagergut und dessen Dämpfe in den Überwachungsraum, in die Verbindungsleitungen oder auch in den Leckanzeiger.

Daher müssen alle verwendeten Bauteile chemisch ausreichend resistent gegenüber dem Lagergut und dessen Dämpfen sein!

Im Falle explosionsgefährlicher Atmosphären muss das Leckanzeigesystem explosionsgeschützt ausgeführt werden!

3-D Animationen

Überwachung des Bodens eines Flachbodentanks mit Vakuum (VL 255 P)
Tank mit Leckschutzauskleidung mit Saugleitung bis zum Überwachungsraumtiefpunkt überwacht durch einen Vakuum-Leckanzeiger
Überwachung eines liegend zylindrischen Behälters mit Vakuum (VL 330)
Überwachung eines stehenden zylindrischen Behälters (z.B. DIN 6618)